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Oskar Schindler

Literatur - David M. Crowe: Oskar Schindler. Die Biografie (Frankfurt/M 2005, 855 Seiten) - Thomas Keneally: Schindlers Liste (München 1996, 351 Seiten) - Stella Müller-Madej: Das Mädchen von der Schindler-Liste. Aufzeichnungen einer KZ-Überlebenden   (München 1998, 278 Seiten) - Mietek Pemper: Der rettende Weg. Schindlers Liste. Die wahre Geschichte (Hamburg 2005, 287   Seiten) - Erika Rosenberg (Hg.): Ich, Oskar Schindler. Die persönlichen Aufzeichnungen, Briefe und    Dokumente (München 2000, 448 Seiten)
Oskar Schindler wurde am 28. April 1908 in Zwittau (heute: Svitavy, Tschechien) als Sohn des Landmaschinenfabrikanten Hans Schindler und dessen Ehefrau Franziska geboren. Schindler besucht die Volks- und Realschule und absolviert eine Ausbildung zum Ingenieur im väterlichen Betrieb Am 6. März 1928 heiratete er Emilie Pelzl, die Tochter eines wohlhabenden Landwirts. Nach Schließung der väterlichen Landmaschinenfabrik 1930, wird Schindler Leiter der Verkaufsabteilung der Mährischen Elektrotechnischen AG in Brünn (heute: Brno, Tschechien). 1935 nahm Oskar Schindler die Arbeit  im Amt für Auslands-Abwehr unter Wilhelm Canaris im Bereich der deutschen Spionageabwehr in Mährisch-Ostrau und Breslau auf. Sein Einsatzgebiet lag in der Beschaffung von Informationen über tschechische und polnische  Spione sowie der polnischen Armee. Am 10. Februar 1939 trat Oskar Schindler in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)  ein. Wenige Wochen später wurde er als Geheimagent enttarnt und von den staatlichen Behörden in Mährisch-Ostrau wegen Hochverrats zum Tod verurteilt. Die Besetzung der Tschechoslowakei durch die Deutschen im Frühjahr 1939 rettete ihn vor der Hinrichtung. Nach dem deutschen Überfall auf Polen zog Schindler im Oktober 1939 nach Krakau und erwirbt zunächst als Pächter, ab 1942 als Eigner – die aus jüdischem Besitz beschlagnahmte Emaillierfabrik Rekord. Als "Deutsche Emailwarenfabrik" (DEF) produziert die Firma Geschirr und Kochutensilien für die Wehrmacht. Im Zuge der systematischen Beseitigung von Juden aus dem Erwerbsleben, der Liquidierung der Ghettos und dem Beginn des NS-Völkermords entschließt sich Schindler, mehr jüdische Arbeiter in der Fabrik zu beschäftigen. Ende 1942 beschäftigte die "Deutsche Emailwarenfabrik" ca. 800 Arbeiterinnen und Arbeiter, von denen 370 Juden aus dem Krakauer Ghetto waren. Im März 1943 erlebte Oskar Schindler, wie die SS Überlebende aus dem Krakauer Ghetto in das Arbeitslager KZ-Plaszow deportierte. Der 1. Kommandant des Lagers war Amon Göth, der wegen seiner Grausamkeit von den Insassen Schlächter von Płaszów genannt wurde. Nach der „Auflösung“ des Ghettos in Podgórze am 13-14.März 1943 pendelten die Arbeitskräfte zwischen Lager und Betrieb. Zum Schutz seiner zumeist jüdischen Arbeiter erwirkt Schindler mit Bestechung von Militär-, Wirtschafts- und Parteivertretern die Genehmigung zur Errichtung eines eigenen Lagers auf seinem Fabrikgelände. Für sämtliche Kosten bezüglich Bau, Einrichtung und Unterhaltung des Lagers sowie die Verpflegung der Häftlinge muss Schindler als Unternehmer selbst aufkommen. Schindler ließ seinen Betrieb bei der deutschen Militärverwaltung als kriegswichtig einstufen. Dadurch konnten mehr Juden aus dem KZ angefordert werden, selbst jene die in ein Vernichtungslager geschickt werden sollten konnte er durch gefälschte Unterlagen retten.  1944 wird Schindler wegen fortwährender Bestechung ein zweites Mal Verhaftet. Wegen dem Vorrücken der Roten Armee gaben die Deutschen das KZ Plaszów Ende 1944 auf und deportierten die meisten der über 20 000 jüdischen Gefangenen in die Vernichtungslager. Schindler erhält den Räumungsbefehl für seine Krakauer Fabrik. Ihm wird die Verlagerung seiner Rüstungsproduktion nach Brünnlitz (heute: Brnìnec, Tschechien) bei Zwittau genehmigt. Durch Bestechungen vor allem an den Lagerkommandant des KZ Krakau-Plasnow, gelingt es Schindler, alle jüdischen Arbeiter mit nach Brünnlitz zu nehmen. Die Namen von 800 Männern und 300 Frauen standen auf einer Liste, auf Schindlers Liste. (Die Liste wird heute beim Internationalen Suchdienst aufbewahrt). Die Männer erreichten die Fabrik nach kurzem Aufenthalt im KZ Groß-Rosen, die Frauen nach einer Irrfahrt über das Vernichtungslager Auschwitz. Nur durch seinen energischen Einsatz und unter Bestechung der SS-Männer war es möglich, dass ein Zug mit Jüdinnen Auschwitz in Richtung Westen verließ. Der Aufbau der neuen Fabrik, des angeschlossenen Lagers und der Unterhalt der Zwangsarbeiter wurden von Oskar Schindler vollständig finanziert. Er rettet dadurch zusammen mit seiner Frau Emilie über 1.300 Juden vor dem Tod. Von 1945-1949 leben Oskar und Emilie Schindler in Regensburg, ein wirtschaftlicher Neuanfang scheitert. Noch 1949 wandert Schindler mit seiner Frau nach Argentinien aus. Er arbeitet als technischer Berater für den Einkauf von Industrieanlagen zur Geflügel- und Nutriazucht aus Deutschland. Kehrt jedoch 1957 allein nach Deutschland zurück, eine erneute Karriere als Unternehmer in verschieden Branchen misslingt jedoch. 1961 reiste Oskar Schindler erstmals nach Israel. 5. November 1965 erhielt Oskar Schindler das Bundesverdienstkreuz. 18. Juli 1967 wird Schindler von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem/Jerusalem als "Gerechter unter den Völkern" geehrt und erhält einen Baum in der "Allee der Gerechten". Am 9. Oktober 1974 stirbt Oskar Schindler im Bernwardkrankenhaus in Hildesheim. Nach der Trauerfeier am 29. Oktober wurde Oskar Schindler auf eigenem Wunsch hin auf dem Franziskaner-Friedhof in Jerusalem auf dem Berg Zion beigesetzt. Sein außerordentliches humanitäres Engagement im Zweiten Weltkrieg fand erst 1994 in der dramatischen Verfilmung von "Schindlers Liste" durch Steven Spielberg seine späte, aber weltweit Aufsehen erregende Anerkennung.
1.200 Namen stehen auf den Listen – es sind die Namen jüdischer Häftlinge des KZ- Plaszow, die der deutsche Fabrikant Oskar Schindler während des Zweiten Weltkrieges vor dem Tod rettete. Oskar Schindler nahm sie als Arbeiter in seiner Emaille- und Munitionsfabrik in Krakau auf. Mit dem Film „Schindlers Liste“ machte Steven Spielberg ihn und seine mit Schreibmaschine verfassten Dokumente weltberühmt. Die ehemalige Fabrik ist heute ein staatliches Museum, welches im Jahre 2010 eröffnet wurde. Durch sein modernes Konzept ist es ein gelungenes Beispiel für lebendige Geschichts- präsentation. Es verteilt sich auf drei Etagen in 28 Räumen, für die Besichtigung sollte man ca. zwei Stunden einplanen. Das Museum gibt einen Eindruck über die deutsche Besatzung Krakaus während der Nazidiktatur. Adresse ul. Lipowa 4 30-702 Krakau Öffnungszeiten Wintersaison (November bis März) Montag 10:00-14:00 Uhr Dienstag-Sonntag 10:00-18:00 Uhr Sommersaison (April bis Oktober) Montag 10:00-16:00 Uhr (erster Montag im Monat bis 14:00 Uhr geöffnet) Dienstag-Sonntag 09:00-20:00 Uhr 2017 ist das Museum an folgenden Tagen geschlossen: 5.-6. Januar, 16./25. April, 3. Mai, 15. Juni, 18. Juli, 15. August, 1./10.-11. November und am 25. Dezember. Letzter Einlass - 90 min. vor dem Schließen des Museums. Aufgrund der großen Nachfrage wird empfohlen, eine Führung frühzeitig zu reservieren. Oskar Schindler's Factory
Gebaeude der ehemaligen Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler in Krakau
Gebäude der ehemaligen Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler in der Lipowa Strasse 4
Eingangsbereich der Fabrik  von Oskar Schindler in Krakau
Eingangsbereich der Fabrik mit Fotos von Überlebenden
Arbeitstisch von Oskar Schindler in der ehemaligen Emaillewarenfabrik in Krakau
Schindlers Liste auf seinem Arbeitstisch
Oskar Schindler 1908 – 1974  Biografie
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