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Auschwitz I - Stammlager 

KZ Auschwitz Stammlager Birkenau Monowitz Stammlager Toteswand

Toteswand im Hof zwischen Block 10 und Block 11,

hier wurden tausende Todesurteile vollstreckt.

Stammlager Krematorium 1

Krematorium I, Doppelmuffelofen von der Firma

Topf mit einer Leistung von 10 bis 35 Leichen in 10

Stunden (3,5 Leichen pro Stunde).

Im Krematorium des Stammlagers waren ab

Dezember 1940 drei dieser Öfen installiert.

Stammlager Zyklon-B

BLOCK 4, Saal 4 (Obergeschoss), Zyklon B, mit

diesem Gift wurden die Menschen im KL Auschwitz

vergast.

Auschwitz Stammlager Galgen

Galgen an dem Rudolf Höß, der ehemaliger

Lagerleiter, am 16. April 1947 gehängt wurde.

Villa von Rudolf Höß, unmittelbar neben dem Lager

Auschwitz-Stammlager Villa von Rudolf Höß Auschwitz-StammlagervStacheldrahtzaun

Beidseitiger Stacheldrahtzaun welcher unter Strom

stand. Häftlinge begangen dort oft Selbstmord.

Auschwitz-Stammlager Lagertor

Lagertor, geschmiedet von dem Jüdischen Häftling

Jan Liwacz. 2009 wurde der Schriftzug “Arbeit

macht frei” gestohlen. Die Diebe wurden gefasst

und verurteilt. Heute hängt ein Duplikat über dem

Eingangstor. Das Original befindet sich im Museum.

Das erste – später als Stammlager oder

Auschwitz I bezeichnete – Konzentrationslager

am Rande der polnischen Industriestadt

Oświęcim (deutsch: Auschwitz) richtete die SS

im Mai/Juni 1940 auf einem ehemaligen

Kasernengelände des österreichischen Militärs

aus dem 19. Jahrhundert ein, das zuletzt von

der polnischen Armee genutzt worden war. In

der Anfangszeit wurden in den

eingeschossigen Steingebäuden vor allem

polnische Geiseln, Widerstandskämpfer und

Angehörige der polnischen Intelligenz

gefangen gehalten, die aus Sicht der Besatzer

im Interesse der Herrschaftssicherung

ermordet werden sollten. Später wurden

politisch und rassistisch Verfolgte aus ganz

Europa sowie sogenannte „Asoziale“,

„Sicherheitsverwahrte“, „Kriminelle“ und

Zeugen Jehovas („Bibelforscher“) nach

Auschwitz verschleppt.

Lageplan Auschwitz I-Stammlager

 

Im Oktober 1941 wurden aus

Gefangenenlagern der Wehrmacht über 10.000

sowjetische Kriegsgefangene nach Auschwitz

verschleppt und in abgesperrten Blöcken von

Auschwitz I (Block 1–3, 12–14, 22–24) bis

März 1942 untergebracht. Die Angehörigen der

Roten Armee setzte die SS beim Bau des

Lagers Birkenau ein.

Ein „Frauenkonzentrationslager“ richtete die

Lager-SS im März 1942 in den Blöcken 1–10

des Stammlagers ein, in dem sie vor allem

Jüdinnen aus der Slowakei gefangen hielt.

Bis 1943 wuchs die Zahl der Häftlinge auf etwa

20.000 Personen an, die in den nahe

gelegenen SS-eigenen Produktionsstätten,

landwirtschaftlichen Betrieben und

Versuchsanstalten Zwangsarbeit leisten

mussten. 1944 umfasste Auschwitz I

(Stammlager) insgesamt 28 zweigeschossige

Ziegelsteinbaracken.

Die Lebensverhältnisse der Häftlinge waren in

jeder Hinsicht unmenschlich, die Todesrate war

sehr hoch. Die Menschen starben massenhaft

an Typhus, Ruhr, Cholera, Misshandlungen und

willkürlichen Tötungen. Im Block 10 von

Auschwitz I (Stammlager) wurden Häftlinge

Opfer medizinischer Menschenversuche von

SS-Ärzten. Block 11 diente als Folter- und

Strafblock. Zwischen beiden lag die

berüchtigte „Schwarze Wand“, eine

Hinrichtungsstätte, an der die SS tausende

Häftlinge erschoss.

Anfang September 1941 führte die

Lagerleitung im Stammlager erstmals

Versuche durch, das Giftgas Zyklon B zur

Massenvernichtung von Menschen einzusetzen.

Die Opfer waren 600 sowjetische

Kriegsgefangene und 250 kranke Häftlinge. Ein

als „Leichenhalle“ bezeichneter Raum, der zum

bereits im August 1940 erbauten Krematorium

(Krematorium I) gehörte, wurde zur ersten

provisorischen Gaskammer umgebaut. Die SS

ermordete hier unter Verwendung von Zyklon

B Tausende neu angekommener Juden sowie

einige Gruppen sowjetischer Kriegsgefangener.

Am 18. Januar 1945 trieben die

Wachmannschaften 10.000 überlebende

männliche Häftlinge des Stammlagers sowie

6.000 weibliche Häftlinge, die in der seit

Oktober 1944 existierenden sogenannten

Schutzhaftlagererweiterung unweit des

Stammlagers untergebracht waren, auf den

Todesmarsch. Etwa 1.000 kranke und

schwache Häftlinge wurden am 27. Januar

1945 von der Roten Armee in Auschwitz I

befreit.

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